Der EU AI Act ist kein Datenschutzrecht. Ich übernehme den Teil, der nicht in Ihr Mandat gehört.
Ihre Mandanten nutzen ChatGPT und Copilot, und der Geschäftsführer fragt Sie, ob das in Ordnung ist. Damit sollen Sie nebenbei ein Regelwerk verantworten, das eigene Pflichten, eigene Risikoklassen und eine eigene Aufsicht hat. Ich mache bewusst keinen Datenschutz. Ich übernehme Risikoeinstufung, Betreiberpflichten, KI-Kompetenz und Governance und dokumentiere Ihre Rolle sauber daneben.
Die KI-VO gehört nicht automatisch zu Ihrem Mandat. Was Sie davon übernehmen, sollte vereinbart sein, nicht stillschweigend dazukommen.
Die vollständige KI-VO-Compliance gehört nicht automatisch zu Ihrem Mandat als Datenschutzbeauftragter. Wenn Sie zusätzliche Aufgaben übernehmen, sollten Umfang, Zuständigkeiten und Vergütung ausdrücklich vereinbart werden. Dabei muss sichergestellt sein, dass keine Interessenkonflikte nach Art. 38 Abs. 6 DSGVO entstehen. Ihre gesetzlichen Beratungs- und Überwachungsaufgaben zum Datenschutz bleiben auch beim Einsatz von KI bestehen.
Mit getrennten Rollen kann der Mandant beide Zuständigkeiten nachweisen, und Sie bleiben in Ihrem Feld.
Zwei Zuständigkeiten, ein Mandant: Die Schnittstellen sind festgelegt, bevor der erste Fall kommt.
Die Aufteilung ist einfach, weil beide Regelwerke verschiedene Fragen stellen.
| Bei mir: KI-Governance | Bei Ihnen: Datenschutz |
|---|---|
| Aufnahme und Risikoeinstufung aller eingesetzten KI-Systeme (Tool- und Risiko-Register) | Verarbeitungsverzeichnis |
| KI-Kompetenz nach Art. 4 KI-VO in der seit Juli 2026 geltenden Fassung: Maßnahmen planen, durchführen, dokumentieren; Prüfung auf verbotene Praktiken nach Art. 5 | DSFA-Anlässe |
| KI-Richtlinie, Rollenmatrix und Freigabeprozesse für neue KI-Anwendungen | Auftragsverarbeitungsverträge |
| Externer KI-Beauftragter im laufenden Betrieb, Begleitung bis zur Zertifizierung nach ISO/IEC 42001, der einschlägigen Norm für KI-Managementsysteme | Alles übrige Datenschutzrecht |
Rechtsberatung mache ich nicht.
Das Tool-Register liegt neben dem Verarbeitungsverzeichnis, die KI-Richtlinie verweist auf Ihre Datenschutzvorgaben, und jeder neue KI-Anwendungsfall durchläuft eine Freigabe, in der Datenschutz und KI-Governance getrennt abzeichnen. Was von mir an Sie geht (DSFA-Anlässe, Auftragsverarbeitung) und was von Ihnen an mich (Risikoeinstufung, KI-Kompetenz, Governance), legen wir einmal fest. Danach läuft es ohne Abstimmungsschleifen, und der Geschäftsführer bekommt eine Struktur, die beide Prüfungen übersteht.
Sie verlieren nichts und gewinnen Gegenempfehlung, ein gemeinsames Angebot und einen Fachvortrag.
Ich arbeite neben Ihrer Rolle, nicht an ihrer Stelle. Provisionen biete ich weder an noch nehme ich welche, in keine Richtung (für Rechtsanwälte ohnehin § 49b Abs. 3 BRAO). Bei Datenschutzfragen aus meinen Mandaten verweise ich an Sie, Sie bei KI-Governance an mich.
Auf Wunsch machen wir ein gemeinsames Angebot: Datenschutz- und KI-Compliance-Check aus einer Hand, zwei Zuständigkeiten. Dazu ein Fachvortrag für Ihre Mandanten, 45 bis 60 Minuten, online oder vor Ort, und Kollegenauskunft bei fachlichen Rückfragen, ohne Rechnung.
Ihre Mandanten bekommen damit Klarheit in zwei Beratertagen, den KI-Compliance-Check zum Festpreis mit Management-One-Pager für die Geschäftsführung, die KI-Kompetenz nach Art. 4 erfüllt und dokumentiert, und eine Stelle für Datenschutz und eine für KI, die miteinander reden. Ein Teil davon ist förderfähig, bundesweit über die BAFA. In NRW gibt es zusätzlich zwei Landesprogramme; beide waren 2026 so gefragt, dass ihre Antragsportale derzeit geschlossen sind. Welches Programm passt, sage ich vorab.
So läuft das an
- Ein Gespräch, 30 Minuten. Sie sagen, wo bei Ihren Mandanten die KI-Fragen liegen bleiben. Ich sage, was ich abdecke und was bei Ihnen bleibt.
- Ein erstes Format. Ein gemeinsamer Vortrag, ein gemeinsames Angebot für einen konkreten Mandanten oder eine einzelne Fallübergabe. Sie entscheiden.
- Feste Schnittstellen. Wir legen einmal fest, was von mir an Sie geht (DSFA-Anlässe, Auftragsverarbeitung) und was von Ihnen an mich (Risikoeinstufung, KI-Kompetenz, Governance). Danach läuft es ohne Abstimmungsschleifen.
Qualifikation
TÜV-zertifiziert als KI-Beauftragter, KI-Koordinator und ISO-42001-Professional (Siegel-ID 0217464679, gültig bis 21.11.2027). Bei der BAFA gelisteter Berater (Nr. 228603). Mandate in Industrie, Medizin, Konsumgütern, Verteidigung und im öffentlichen Sektor. Langdock-Partner ohne Provision.
KI-Governance im Blick behalten, neben Ihrem Mandat
Einmal im Monat eine kurze Notiz für externe Datenschutzbeauftragte: was sich an der KI-Verordnung und bei der Marktüberwachung bewegt, wo die Schnittstellen zur DSGVO liegen (DSFA-Anlässe, Auftragsverarbeitung, Rollentrennung) und ein anonymisierter Praxisfall aus meinen Mandaten. Fünf Minuten Lesezeit, ohne Werbung. Die erste Ausgabe kommt sofort nach der Bestätigung: die Schnittstellenliste DSGVO/KI-VO als Arbeitsblatt.
Keine Weitergabe zu fremden Werbezwecken, keine Öffnungs- oder Klickmessung, keine Zählpixel. Für den technischen Versand nutze ich Amazon SES. Hinweise zur Verarbeitung stehen in der Datenschutzerklärung.
Ein Gespräch, 30 Minuten, ohne Folgeverpflichtung
Schreiben Sie kurz, wo bei Ihren Mandanten die KI-Fragen liegen bleiben. Ich antworte innerhalb von zwei Werktagen mit einem Terminvorschlag.
KI-Tools DSGVO-konform nutzen: Datenampel, Anonymisierung, Haftung →